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SPECIAL: New MySpace löscht alte MySpace Daten


MySpace-deletes-Mails-from-UsersEs war nur eine Frage der Zeit, bis das Jahre lang vor sich hin dümpelnde, klassische MySpace von der Bühne der großen Social Media Plattformen abtritt. Kontinuierlich hat Facebook dem einstigen Star der Branche das Wasser abgegraben, sprich, die User weggeschnappt. Facebook wirkte schon ab dem ersten Berührungspunkt schlanker, übersichtlicher und nicht zuletzt auch auf den langsameren Endgeräten schneller. Ein Manko, dass sich das klassische MySpace in den ersten Zügen seiner Wandlung durch seine Designwut selbst auferlegt hat.

Ohne die gesamte Entstehungsgeschichte aufzurollen: MySpace lebt weiter. Und zwar „als New MySpace“. Wobei das nicht so ganz stimmt. Zu Beginn existierten Classic MySpace und New MySpace noch nebeneinander. Es wirkte fast so, als erhielte der User die alleinige Entscheidung, welche Version er bevorzugt.

Aus diesem Grund sahen viele User, wenn sie denn das klassische MySpace noch in irgendeiner Form nutzten, keine Wechselmotivation und vor allem keinen Grund ihre alten MySpace Daten zu sichern. Der zweite Grund ist der, dass New MySpace dank der Möglichkeit, sich mit dem klassischen MySpace einzuloggen, z.B. vorhandene Playlists übernehmen konnte. Geblendet vom neuen, modernen Design und allerlei optischem Schnick-Schnack, wie etwa das auf Tablets ausgelegte Seitwärts-Scrolling des Bildschirms, gab man sich unbesorgt: Classic MySpace, New MySpace, alles MySpace.

Diese Annahme erweist sich insofern als falsch, als dass New MySpace einen radikalen Nullpunkt markiert. Zwar lassen sich aktuell noch Fotos und Playlists übertragen, aber alles andere – u.a. das Wesentlichste Element der Kommunikation, nämlich der Nachrichtenverkehr –  ist nicht mehr verfügbar!

Nicht mehr verfügbar bedeutet gelöscht. Alle Mails, jeder Kommentar und auch alle Blog-Inhalte sind im digitalen Nirwana gelandet. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern eine unfassbare Entmündigung des Users, denn diese Löschung wurde nicht angekündigt. Oder zumindest nicht so, dass die breite Masse davon Kenntnis nehmen konnte, d.h. in den tiefsten Tiefen der allgemeinen Geschäftsbedingungen. (New) MySpace hat seine User wieder einmal ungefragt im Regen stehen lassen und beim Datenhandling völlig falsche Prioritäten gesetzt: Die hochgeladenen Bilder, Videos und Musik sind mit Sicherheit bleibend auf der Festplatte des Users gespeichert. Ich denke nicht, dass vor allem Musiker ihre Musik auf ein Portal wie MySpace hochladen und anschließend die Urspungsdatei löschen. Ähnlich verhält es sich mit den Fotos aus dem letzten Urlaub. Solche Inhalte werden hochgeladen, um sie zu verbreiten und vielen Menschen zu zeigen, nicht um sie dauerhaft auszulagern und dann von der Festplatte zu löschen. Demnach steigt die Wahrscheinlichkeit des lokalen Backups, je mehr Verbreitungssyteme der User nutzt: Er muss sie schließlich mehrfach hochladen.

Mails, Messages, Kommentare und Blogeinträge hingegen sind flüchtige und oft situative Massendaten, aber gerade deswegen sensibler und je nach Inhalt „wichtiger“ als ein Bild oder Musikstück. Jetzt darf man natürlich so argumentieren, dass, wenn diese Inhalte so wichtig sind, man doch eine Sicherung anlegen sollte. Das Gegenargument: Plattformen wie MySpace sind bereits die Sicherungslösung. Sie sind wie ein privat-öffentliches Archiv. Je öffentlicher die Daten sind, desto eher ist davon auszugehen, dass der User die Daten zusätzlich privat sichert. Je privater und zahlenmäßig größer die Daten sind – im konktreten Fall Mails auf MySpace – desto eher sieht der User die Plattform als Erstarchiv an.

Der MySpace User zog nicht grundlos Parallelen zu Mail-Providern wie Web.de oder GMX. Bei diesen Web Services können Ordner angelegt und Mails archiviert werden. MySpace ging mit seinem Mailing-System den gleichen Weg, denn MySpace öffnete sein zuvor geschlossenes System, indem es eine username@myspace.com Mailadresse anbot. Facebook macht es mittlerweile ähnlich.

Damit wird die Problematik dieser halboffenen Systeme deutlich. Der User setzt aufgrund der ähnlichen Struktur das gleiche Vertrauen in die Plattform wie in einen bekannten Mailprovider. Es gleicht ein wenig dem Vertrauen in die Post, die ja nur dafür da sein soll, die Nachricht oder den Brief zu transportieren, nicht aber ihn zu lesen. Bei MySpace und Co. liegt der Fall anders: Die Daten gehören der Plattform, nicht dem Verfasser. Die Nachrichten können z.B. von MySpace gelesen oder eben auch gelöscht werden.

Dementsprechend ist die Empörung und die Enttäuschung seitens der Nutzer groß, die mitunter jahrelang bei MySpace waren und entsprechenden Mailverkehr erzeugt haben. Der Ärger hätte seitens MySpace durch viele Möglichkeiten minimiert werden können. Der eine Weg wäre eine Vorwarnung gewesen, aber schon bei dieser von den Usern geforderten Selbstverständlichkeit versagte MySpace. Das Nicht-zur-Verfügung-stellen von Daten ist die eine Sache und fest in der AGB verankert. Das rigerose Löschen ohne Vorwarnung hingegen ist ein Entmündigen und Täuschen des Users. Mehr noch, es ist ein Vertrauensbruch.

MySpace schließt sogar Einträge in seinen Foren, die dieses Thema betreffen. Der mittlerweile gelöschte Beitrag enthielt u.a. die Rechtfertigung:

„We know that this is upsetting to some but it gives us a chance to really concentrate on creating a new experience for discovery and expression.“

Das heißt übersetzt so viel wie: Stillstand ist schlecht. Kreatives Voranschreiten auf Kosten derer, die nicht mitziehen ist gut. Dieser radikale Schnitt zeigt eigentlich nur, dass New MySpace ein völlig anderes und neues Klientel ansprechen möchte. Das ist nicht nur offensichtlich, was das neue Design sowie die Features betrifft, es zeigt sich vor allem im Umgang mit den sensiblen Nutzerdaten. New MySpace versucht auf aggressive Art und Weise mit einer Friss oder Stirb Mentalität dem Konkurrenten Facebook Paroli zu bieten. Das allerdings dürfte auf Dauer (wie in der jüngsten Classic MySpace Vergangenheit) nach hinten losgehen und etliche User vergraulen. Zumindest in Deutschland.


17.08.2013 // Tribute to NMZS Jam @ Zakk, Düsseldorf


Tribute to NMZS Memorial Jam im Zakk (Düsseldorf)

Am 20.03.2013 verlor die Düsseldorfer Musikszene nicht nur einen herausragenden MC. Mehr als das war Jakob Wich, geboren am 28.11.1984 und der Rapszene als NMZS bekannt, ein Charaktermensch. Auf der Bühne, vor der Bühne und privat ein Unikat. Jakob wählte den Freitod, was seinen Verlust für seine Verwandten, Freunde und Bekannten nicht einfacher macht.

Umso „schöner“, wenn man denn in diesem Zusammenhang denn in solchen Worten sprechen möchte, ist es, dass ihm nun die letzte musikalische Ehre erwiesen wird.

Jakobs Bandkollegen, die Antilopen Gang, organisieren zusammen mit dem Zakk in Düsseldorf am 17.08.2013 die „Tribute to NMZS“ Jam. Nun muss man das Zakk kennen, um zu wissen, in welchem Umfang die Jam stattfinden könnte: Es gibt einen kleineren Club, in welchem etwa 200 Leute Platz finden und eine größere Halle für ca. 500 Gäste. Abhängig von den Kartenvorverkäufen wird entweder der eine oder der andere Raum genutzt. Vom verfügbaren Platz abgesehen ist natürlich auch der Sound besser und eine Live Show „konzertiger“.

Anmerkung: Aufgrund des sehr guten VVKs findet die Jam in der großen Hall des Zakks statt (Quelle).

Die Karten kosten im Vorverkauf bezahlbare und faire 12 Euro. Um den Namen „NMZS“ ein letztes Mal hochleben zu lassen, bekommt das Publikum dafür Auftritte von Jakobs engsten musikalischen Wegbegleitern zu sehen:

Antilopen Gang
stabil elite
Illoyal & Bassdeaph
Form/prim
Bobby Fletcher
Prezident & Kamikazes
Lea-Won
Der Neue Westen
Gabo & Pahricida

DJs: Scoobie Drum / Tai Phun

Geplant ist außerdem ein NMZS-Tribut-Set, für das sich viele der anwesenden Rapper inklusive einiger Überraschungsgäste gemeinsam auf die Bühne begeben werden.

Wie eingehend erwähnt, kann diese Jam einen Clubcharakter haben oder eben den eines würdigen Konzertes, dass NMZS als Musiker und Jakob als Menschen ehrt. Die Entscheidung, den Veranstaltungsort der Jam an die Kartenverkäufe zu koppeln ist verständlich. Wer mit kühlem Kopf jetzt das Preisleistungsverhältnis errechnen möchte wird aber auch feststellen, dass er a) für 12 Euro einiges geboten bekommt und b) Teil einer guten Sache ist.

Denn die Konzerteinnahmen fließen in zwei Projekte, die noch diesen Sommer realisiert werden sollen: Einerseits handelt es sich dabei um die Veröffentlichung des von NMZS hinterlassenen Albums „Der Ekelhafte“ und andererseits um eine NMZS-Werkschau in Form einer edlen CD-Box. Spätere Einnahmen werden u.a. zur Deckung der Beerdigungskosten verwendet.

Die Karten für die „Tribute to NMZS“ Jam können unter diesem Link direkt beim Zakk vorbestellt werden:

* KARTENVORBESTELLUNG *

Einlass am 17.08.2013 ist 19 Uhr und Beginn um 20 Uhr. Natürlich können auch noch Karten an der Abendkasse für 15 Euro erworben werden.

nmzs-tribute-jam-zakk-duesseldorf-flyer


Persönliche Worte


Ich kannte Jakob nicht als Freund wie ihn andere kannten, aber als Teil von etwas, was mir wichtig ist: der Musik. Genauer gesagt der lokalen Rapmusik aus Düsseldorf. Düsseldorf ist und bleibt ein Dorf. Jeder kennt jeden und die Rapszene ist ebenfalls relativ überschaubar. Auch wenn viele Musiker dieser Szene nicht unbedingt zusammen Musik machen (wollen) oder auf in eine Richtung denken und handeln, man begegnet sich alles in allem mit Respekt. Denn unabhängig vom Sound, der bei jedem Künstler zum Glück unterschiedlich ist, so sind Abläufe wie Songs schreiben, Beats produzieren, live auftreten usw. zumindest ähnlich.

Als ich Jakob 2008 kennenlernte haben wir uns sehr gut verstanden und unterhalten. Es war eine dieser für Rapper typischen Begegnungen und zwar auf einer Jam. Wir philosophierten etwas rum, fanden die gleichen Leute auf der Bühne scheiße und tranken einen. Oder mehr. Zu dieser Zeit plante ich einen Track mit 25 Rappern, Sängern/Sängerinnen und DJs. „Unikat“ ist der Titel des Songs, :

Thema des Songs war es, dass jeder 8 Zeilen darüber rappt/singt/scratcht, warum er/sie ein Unikat ist. Jedenfalls erzählte ich Jakob von der Idee und er war sofort dabei. Ich sollte ihm nur den Beat schicken, was ich dann auch tat. Kurz darauf schickte er mir 8 Zeilen in Textform zurück, die ich heute leider nicht mehr zusammenbekomme und auch nicht nachlesen kann, da er sie mit über Myspace schickte. Durch die kürzliche Umstellung auf NewMySpace wurden alle alten e-Mails gelöscht. Danke an dieser Stelle an das Datenflittchen MySpace.

Die Gründe, warum Jakob den Part damals nicht recordet hat, kenne ich nicht genau. Er war mit anderen Projekten beschäftigt und ich ebenso. Wer Musik macht weiß, wie viel Zeit den Rhein runterfließen kann, bis eine Zusammenarbeit zu Stande kommt. So traf man sich die Jahre über regelmäßig auf eigenen Auftritten oder denen von befreundeten Musikern wie z.B. Prezident. Ja, sogar durch Zufall bei Prezident zu Hause, als ich in Wuppertal bei ihm einen Schrank abholte 😀

„Da fährste nach Wuppertal und siehst trotzdem noch die Düsseldorfer Hackfressen“

Jakob recordete an diesem Tag seinen Part zu „Gib’s mir richtig“, der Ende 2012 herauskam. Ich konnte schon mal vorab reinhören und finde den Track in seiner Endform sehr sehr cool:

Das letzte Mal traten NMZS und ich gemeinsam auf der „“ in Düsseldorf Benrath auf. Davor interviewte ich ihn mit Kilo Meta im Sommer 2012 überfallartig und . Der letzte Kontaktpunkt war am 18.11.2012 bei Kilo Meta zu Hause. Wir wollten ein gemeinsames Musikprojekt besprechen, welches aufgrund Jakobs Tod seitdem erst einmal auf Eis lag.

Warum ich all diese Kontaktpunkte herauspicke: In allen Situationen fiel mir bei Jakob ein Ich-will-hier-weg-Ausdruck auf. Ich möchte bei allem Respekt nichts oder etwas falsches in dieses Verhalten hineininterpretieren, was Verwandte und Freunde möglicherweise besser könnten. Aber das war eben mein Eindruck. Das war nicht der Jakob, mit dem ich 2008 volltrunken über schlechte Rapper rumgewitzelt hab; der mir in kürzester Zeit einen Feature-Part zukommen ließ; und der – das erwähne ich nicht ohne Grund zum Schluss – mich IMMER mit dem Vornamen ansprach. Es klingt banal, aber den habe ich ihm beim Kennenlernen nur einmal gesagt. 2008. Volltrunken. Und sich als Musiker nicht unter dem Rapper- Pseudonym zu kennen oder anzusprechen ist zumindest für meine Begriffe ein Kennzeichen von persönlichem Respekt.

Ich hoffe, dass Jakob endlich seinen Frieden gefunden hat. Und ich hoffe, dass die Tribute Jam ihm den Respekt erweisen wird (erwiesen hat), der ihm gebührt.

Patrick / SirPreiss

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Verwandte Links


SPECIAL: Neues Rap Magazin der Wildstyle Mag Redakteure


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Wenn die Gratiskultur einen Bereich unseres Leben völlig auf den Kopf gestellt hat, dann die Musik. Kaum ein anderer Kulturgegenstand wurde nicht zuletzt durch die Verlagerung ins Internet so entwertet. Warum entwertet? Natürlich birgt das Netz auch neue, manche würden sagen zeitgemäße Vertriebswege. Wer etwa viel unterwegs ist und auf seine Musik nicht verzichten möchte, braucht flexible Alternativen zu sperrigen Vinyl und CD-Formaten – am besten immer und überall abrufbar. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit war es Gang und Gebe, seine gekauften Tonträger z.B. für den MP3 Player zu digitalisieren. Doch wozu die Mühe, wenn die gewünschte Musik bereits in digitaler Form überall im Netz zu finden ist?

Um dieser kulturellen Bequemlichkeit nachzukommen, schießen, neben illegalen Download Quellen,  vermehrt kommerzielle Streaming-Dienste wie Pilze aus dem Boden. Diese locken zunächst mit einem Grundgerüst ihrer Dienstleistung, welches meist “gratis” ist. Wer mehr Komfort genießen möchte, stuft sich selbst gegen Bezahlung in die Premium Liga hoch.

Grundsätzlich ist das eine gute Sache, denn der Kunde zahlt für die erbrachte Leistung, nämlich die Musik, die er sich anhört. Wenn man sich aber das Angebot der Streaming Portale genauer ansieht, wird man feststellen, dass die Angebote fast überall gleich sind. Es zählt für den Konsumenten häufig nur noch, wo die Musik am günstigsten zu bekommen ist. Davon ab, decken die Angebote hauptsächlich den Massengeschmack ab. Nischenkünstler werden ignoriert, da die Portale mit ihnen aufgrund ihres niedrigen Bekanntheitsgrades schlichtweg kein Geld verdienen können. Ungeachtet der Qualität ihrer Musik.

Umso bedeutender ist die Frage für den Hörer der unbekannteren Künstler: Wo bekomme ich die entsprechende Musik her? Im Hip Hop Bereich finden sich entsprechende Antworten auf diese und andere Fragen in diversen Blogs und Online Magazinen (die ich in einem separaten Beitrag noch genauer vorstellen werde).

Diese Blogs und Magazine haben, sofern sie kein reines Hobbyprojekt sind, eines gemeinsam: Sie müssen sich finanzieren. Das Hosting einer Seite, ggf. Redakteure, die recherchieren und Artikel schreiben – all das kostet Zeit und in erster Linie Geld. Online Arbeit in einer Online Welt zu finanzieren ist im Prinzip aber denkbar einfach. Das Schalten von Werbung z.B. in Form von Bannern ermöglicht den Seitenbetreibern ihre Kosten zu decken und ihre Zielgruppe mit den für sie wichtigen Inhalten zu versorgen. Der Grat zwischen Notwendigkeit und Belästigung ist in der Werbebranche allerdings extrem schmal. Ploppt ein Pop Up zu viel auf oder erscheint eine Werbebotschaft zu oft, vergisst der User schnell den Sinn und Zweck hinter der Werbung und versucht diese zu umschiffen. Mögliche Mittel sind Pop Up sowie Werbeblocker im Browser, oder aber das schlichte Meiden entsprechender Seiten. Verlierer können u.U. beide Parteien sein, da dem Seitenbetreiber eine nötige Finanzspritze entgeht und dem Suchenden die gewünschten Informationen, wenn der Seitenbetreiber sein Projekt einstampft.

Hier schließt sich so langsam der von mir eingehend gezeichnete Kreis der Gratiskultur. Die User gewöhnen sich daran, dass Blogs und Online Mags mit ihren Inhalten wetteifern und diese immer und überall präsent halten. Ob auf Facebook, Twitter oder anderen Plattformen. Der User weiß, dass irgendwer ihn irgendwo immer informieren wird. Und das gratis. Ebenso verhält es sich mit der Musik, denn irgendwer wird irgendwo schon das passende Angebot bereitstellen. Gratis. Wenn wir aber nun einen Blick auf die bereitgestellten Angebote werfen, dann sehen wir kommerzielle, nicht-kommerzielle und illegale Anbieter. Die nicht-kommerziellen Anbieter, also die, die mit ihren Inhalten keinerlei Gewinnabsichten verfolgen und nur ihre Kosten decken möchten, bleiben langfristig auf der Strecke. Das können unbekannte Nischenkünstler sein oder aber auch Online Magazine. Um im dichten Digitaldschungel auffindbar zu werden, benötigen sie finanzielle Mittel, die ein kommerzieller Anbieter ohnehin schon hat. Start- und Verweilposition sind für ein nicht-kommerzielles Projekt demnach immer schlechter.

Es geht in diesem Artikel nicht darum, kommerzielle Angebote zu boykottieren, denn insbesondere im Musikbereich ist eine Vielfalt der Angebote stets positiv. Es geht vielmehr darum, die Lage der Nischenmagazine grob zu skizzieren sowie den Mechanismus von Online Werbung verständlich zu machen und was passiert, wenn darauf verzichtet wird. Ganz gleich ob Banner oder bezahlte Klicks, es kostet den User nicht mal einen Bruchteil seiner Zeit, mit wenigen Mitteln viel zu bewegen und gute Projekte zu unterstützen.

Eines dieser Projekte ist das der Redakteure aus Berlin. Da Wildstyle Mag ist als klassisches Magazin mit Interviews, News und Downloads aufgebaut. Die Redakteure Seff Wrights und Slick die Ratte wiederum haben nun beschlossen, einen beruflichen Richtungswechsel einzuschlagen und ein neues, eigenes Projekt zu starten. Und um dieses Projekt auf die Beine zu stellen brauchen sie, richtig, Geld.

Nun könnte man den Jungs natürlich Bares zukommen lassen, aber es geht auch viel viel einfacher. Das neue Projekt wird durch Online Werbung finanziert und euer Beitrag ist einfach nur ein Klick auf ein Video. Pro Klick verdienen Seff und Slick ein paar Cent, bezahlt durch einen Sponsor. Es geht euch persönlich also kein Geld verloren und eure Unterstützung kostet euch nicht einmal eine Minute.

Dafür bekommt ihr mit dem hoffentlich bald startenden Projekt exklusive Infos aus dem Rap Bereich, den ihr möglicherweise woanders nicht bekommt – gratis. So schließt sich der Kreis der Gratiskultur.

“Coole Sache! Was muss ich dafür tun?”

Klickt bei einem oder allen Videos unter folgendem Link auf “Play”:

Zu den Videos

Das war’s! Ihr müsst die Videos nicht zwingend bis zum Ende anschauen, aber habt mit ein paar Klicks und wenigen Sekunden eurer Zeit einen wertvollen Beitrag geleistet.

Was meinen Blog betrifft, so habe ich keinerlei finanzielle Belastungen oder Ausgaben. Es ist ein Hobby Projekt und für mich eine Informationsalternative zu Facebook & Co. Natürlich möchte ich auch meine Musik präsentieren, ganz klar. Aber darüber hinaus informiere ich gerne über alles im Hip Hop Bereich, was mich interessiert und um mich herum passiert. Wenn ihr euch für meine Beiträge interessiert, könnt ihr euch die neusten Artikel direkt per E-Mail zuschicken lassen. Einfach hier eure Adresse eintragen:

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SirPreiss


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